
✨ Entdecken Sie Perga – das von Bienen fermentierte „Bienenbrot“: naturbelassen, vielseitig und ein Genuss.
Perga – das Bienenbrot aus der Natur
Perga, auch Bienenbrot genannt, gehört zu den spannendsten Produkten aus dem Bienenstock. Bienen sammeln Blütenpollen, tragen ihn in den Stock und veredeln ihn dort auf natürliche Weise: Sie mischen ihn mit Enzymen, Milchsäurebakterien und etwas Honig. Durch diesen Fermentationsprozess verändert sich die Struktur des Pollenkorns: Die harte Hülle wird biologisch aufgeschlossen und das Korn verdichtet sich zu dem typischen, kompakten Perga.
Dieser Prozess macht Perga nicht nur lagerfähig, sondern für viele Menschen auch milder und potenziell bekömmlicher im Vergleich zu reinem, getrocknetem Blütenpollen.
Blütenpollen im Vergleich
Blütenpollen ist seit langem als Nahrungsergänzung aus der Imkerei bekannt. Er wird meist in getrockneter Form angeboten. Die Herausforderung dabei: Die Pollenkörnchen sind von einer sehr festen Zellwand (Exine) umgeben, die der menschliche Verdauungstrakt nur begrenzt aufbrechen kann. Dadurch werden viele enthaltene Nährstoffe nur teilweise freigesetzt, was die Nutzung von reinem Blütenpollen einschränkt. Deshalb ist die Verwendung von reinen Pollen eigentlich weniger sinnvoll.
Perga unterscheidet sich hier nämlich deutlich: Durch die Fermentation im Bienenstock wird die harte Pollenhülle biologisch aufgeschlossen. Dadurch entsteht ein kompakteres Produkt, das für die Bienen selbst als auch uns Menschen in der Regel als leichter aufzuschließen gilt. Aus diesem Grunde fressen Bienen den gesammelten Pollen nicht direkt. Im Gegensatz zu Blütenpollen, der oftmals als eher „roh“ wahrgenommen wird, ist Perga ein von den Bienen vor-verarbeitetes Naturprodukt mit veränderter Konsistenz und Geschmack.
Tradition und Bedeutung
Für die Bienen ist Perga die wichtigste Eiweißquelle. Sie lagern es in den Waben ein, wo es über Monate stabil bleibt, und nutzen es, um den Nachwuchs zu versorgen und das Volk durch die Jahreszeiten zu bringen. Der Name „Bienenbrot“ verweist auf diese zentrale Rolle im Stock.
In vielen Kulturen wurde Perga traditionell genutzt und galt als hochwertiges Naturprodukt. Bis heute ist es für Imker und Verbraucher gleichermaßen faszinierend, wie Bienen Pollen durch ihre Arbeit veredeln.
Anwendungstipps
Perga hat einen leicht nussigen, aromatischen und säuerlichen Geschmack und ist vielseitig einsetzbar:
- Pur genießen: Einige Körnchen langsam im Mund zergehen lassen.
- Im Frühstück: Als Topping über Müsli, Porridge oder Joghurt streuen.
- In Smoothies: Ein kleiner Löffel rundet Mixgetränke geschmacklich ab.
- Kombiniert mit Honig: Perga und Honig harmonieren hervorragend und ergeben eine besondere Delikatesse.
Hinweis: Perga ist von fester Konsistenz – am besten langsam kauen oder im Mund zergehen lassen, um das volle Aroma zu erleben.
Lagerfähigkeit und Qualität
Durch die Fermentation ist Perga von Natur aus lange haltbar. Die Bienen selbst nutzen es als Vorrat, um den Fortbestand des Volkes zu sichern. Auch für uns ist es deshalb bestens zum Bevorraten geeignet.
Das Bienenherz® Perga stammt aus eigener und angeschlossener Qualitätsimkerei, wird schonend geerntet, sorgfältig verarbeitet und bleibt selbstverständlich frei von Zusätzen. So erhalten Sie ein unverfälschtes Naturprodukt mit handwerklicher Herkunft.
Fazit
Perga ist ein außergewöhnliches Bienenprodukt: naturbelassen, traditionell und vielseitig verwendbar. Es unterscheidet sich deutlich vom getrockneten Blütenpollen und gilt für viele als milder und angenehmer. Ob pur, im Müsli oder in Kombination mit Honig – die kleinen Körnchen bringen ein Stück Natur direkt aus dem Bienenstock auf den Tisch.
Pyrrolizidinalkaloide (PA) in Pollen und Perga
Ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit Pollen und Perga sind die sogenannten Pyrrolizidinalkaloide (PA). Dabei handelt es sich um natürliche Pflanzenstoffe, die von bestimmten Wildpflanzen – z. B. Greiskräutern (Senecio), Natternköpfen (Echium) oder Borretsch (Borago) – gebildet werden. Gelangen deren Pollen in den Bienenstock, können PA auch in Blütenpollen und Perga nachweisbar sein.
Für den Verbraucher ist das nicht automatisch gefährlich, dennoch gelten PA als potenziell unerwünschte Stoffe, da ein hoher oder langfristiger Verzehr gesundheitlich belastend sein kann. Die Verbraucherzentrale und auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weisen regelmäßig darauf hin, dass PA in Honig, Kräutertees oder Pollenprodukten vorkommen können.
Gerade deshalb ist die Herkunft entscheidend: Bei Bienenherz® wird großer Aufwand betrieben, geeignete Standorte und Quellen für die Gewinnung von Perga zu erschließen, bei denen das Risiko einer Belastung mit PA so gering wie möglich ist. Das ist keine Selbstverständlichkeit – denn unbelastete Standorte zu finden, ist in Mitteleuropa zunehmend schwierig.
So können Sie sicher sein, dass unser Perga aus streng kontrollierter Imkerei stammt, regelmäßig untersucht wird und nur in den Verkehr gelangt, wenn es den geltenden Qualitätsanforderungen entspricht.
Literatur
- Renate Frank: Honig – köstlich, gesund und vielseitig. 3. erweiterte Auflage, ISBN 978-3-8186-0818-7
- Stângaciu, T.: Apitherapy – From Tradition to Science. Apimondia Publishing House, 2019.
- Campos, M.G.R. et al.: Pollen composition and standardisation of analytical methods. Journal of Apicultural Research, 2008.



